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Von der Jutefabrik zum Wahrzeichen Uhrturm

Von der Jutefabrik zum Wahrzeichen Uhrturm

Oktober 1889: Gründung der Hanf-, Jute- und Textilindustrie AG
Erster Werksdirektor war Ing. Girardoni, der auch die Werkskolonie ins Leben rief.
1925: Fusion mit der ersten österr. Jute-Spinnerei und Weberei

1921 wurden im Neufelder Werk mehr als 1000 Arbeiter beschäftigt, dieser Beschäftigtenstand erhöhte sich bis Mitte der zwanziger Jahre auf rund 1900 Personen, der Höchststand wurde 1928 mit 1988 Arbeitnehmern erreicht.
In der Folge machte sich die wirtschaftliche Depression bemerkbar, was sich auch in einem sinkenden Arbeiterstand manifestierte.
Während des 2. Weltkrieges erlitt die Firma glücklicherweise keine Schäden, sodass die Produktion bald nach Kriegsende anlief und die Zahl der Arbeiterschaft auch bis 1951 stetig anwuchs. Konjunkturelle Probleme und die fortschreitende Schrumpfung der Exportmärkte bedingte, dass die HITIAG Sanierungsmaßnahmen ergreifen musste.

1972 mussten Teile der Werksanlagen an die Firma Myrtle Mill übergeben werden.

1974 erfolgte die endgültige Schließung der Großfirma.

Als im Jahre 1996 von den privaten Besitzern mit dem Abbruch der ehemaligen Fabrikshallen begonnen wurde, regte die politische Gemeinde unter Bürgermeister Mag. Mario De Martin an, den Uhrturm der ehemaligen HITIAG als neues Wahrzeichen Neufelds auszugestalten. Eine Anregung, die vom Tourismusverband unter Obmann Rudolf Wallner und Obmannstellvertreter Hans Linzbauer sowie den Künstlervereinsmitgliedern Alois Leser und Anton Polster, der den Plan für die Gestaltung des Uhrturmes entwarf, bereitwillig aufgenommen wurde - "Wahrzeichen Uhrturm".

Der Uhrturm

Hier stehe ich als Zeitsymbol im schönen, neuen Kleid
auf niedrem Dach, ich fühl' mich wohl, als Stück Vergangenheit.
Einst thronte ich auf hohem Dach im weiten Hallenrund,
und meine Uhr schlug Tag und Nacht. Sie mahnte Stund um Stund
das Wesen Mensch zum Arbeitsfleiß in einer harten Fron,
und ein Gemisch von Staub und Schweiß erbrachte kargen Lohn.

Die Schornsteine die um mich her, sie wurden weggesprengt.
Nun ist das Werksgelände leer, Vergangenheit verdrängt.
Verschwunden auch die Kolonie als Wohnkultur der Zeit.
Ich kenn' des Lebens Melodie, der Menschen Freud und Leid.
Auf gleichem Grund entstanden schnell, in ganz moderner Form,
Häuserblöcke, licht und hell, als neue Wohnungsnorm.


Anton Polster stellte mit seinem Entwurf den Turm so dar, als ob die gesamte Fabrik versunken wäre und nur noch derselbe hervorragen würde. Polster und Leser, die einen Großteil der anfallenden Arbeiten selbst ausführten, gestalteten aus dem Uhrturm ein Denkmal, das kommende Generationen an die industrielle Blütezeit der ehemaligen Industriehochburg Neufeld erinnern soll.
Wahrzeichen Feldkapelle

Diese Kapelle, westwärts in der Nähe des Friedhofs gelegen, wurde anlässlich einer Hochwasserkatastrophe - zunächst als Antoniuskapelle - errichtet (wird auch Kreuz-, Michaeli- oder Armenseelenkapelle genannt).
Im Jahr 1760 ließ der damalige Dorfrichter die alte Antonikapelle vergrößern, dabei wurde sie in eine Kreuzkapelle umgestaltet. Nach Auflassung der Rochuskapelle im "alten Stadtl" diente sie al Gottesdienststätte, so besonders zur Zeit des Neubaus der Kirche 1872.
Die Feldkapelle gehört zu den ältesten noch erhaltenen Bauten von Neufeld und wurde im Laufe der Zeit immer wieder renoviert.
1860 wurde die Kapelle außen renoviert
1943 Innenrenovierung
1994 wurde sie unter Mithilfe vieler Neufelderinnen und Neufelder - teils durch Geld- und Materialspenden - vor allem aber durch viele unentgeltlich erbrachte Arbeitsstunden von Grund auf renoviert
Im Mai 2005 wurde von Pfarrer Mag. Wilhelm Ringhofer eine Muttergottesstatue geweiht , die nun neben einigen anderen Figuren den Innenraum der Feldkapelle schmückt.
Viele Spaziergänger, Wallfahrer und Radfahrer verweilen bei dieser Feldkapelle im stillen Gebet. Im Marienmonat werden des öfteren Maiandachten bei der Kapelle abgehalten.

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